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10.10.2002
Romee d Harambure. Interview fuer R.S.I Rundfunkuebertragung am 9. Oktober 2002 und per Rundbrief RSI im November 2002. S. Lehmann. Uebersetzung aus dem Franzoesischen.
 

Interview mit Romée de La Poëze d´Harambure fuer R.S.I Rundfunkuebertragung am 9. Oktober 2002 und per Rundbrief RSI im November 2002.  S. Lehmann 

 

Mit dem zweifelsfreien Freispruch haben Sie einen grossen Erfolg erreicht. Wie geht es jetzt weiter?

Es ist ueberhaupt kein Erfolg, sondern nur das normale Ende einer geldverschwenderischen Aktion der Arbeiterkammer, die ueber eine unueberlegte Anzeige Ihrer Konsumentenschuetzer die ganze Affaere ins rollen gebracht hat. Danach waren nur noch Hampelmaenner im Spiel. Dorfgendarmen, die keine Bilanz lesen koennen, Journalisten, die ohne Recherche staendig immer nur das gleiche Leitmotiv herausbrachten, Beteiligte, die obrigkeitshoerig waren, Kammerfunktionaere, die unbedingt recht haben muessen, sei es auch auf Kosten der Aktionaere.

 

Aber ich nehme doch an dass es Ihnen gefreut hat?,

Selbstverstaendlich bin ich froh darueber. Diese ganze Geschichte hat genug Schaden angerichtet. Die Kosten solch eines Verfahren sind ja sowohl fuer den Steuerzahler als auch fuer die Beteiligten gewaltig und koennen an den Verlust der Aktionaere dazugezaehlt werden.

 

Werden Sie eine Entschaedigungsklage einbringen?

Es wird mir immer wieder empfohlen. Aber das sollen doch die Aktionaere machen. Ich finde, ich habe fuer die Aktionaere genug getan. Drei Jahre lang habe ich fast ohne Gehalt fuer diese Gesellschaft gearbeitet. Ich hatte als Ziel, Poechlarn zu verkaufen und ein groesseres Projekt in Tschechien fertig zu bringen. Beides ist mir gelungen. Damit war mein Ziel erreicht, und danach habe ich die Funktion zurueckgelegt. Der Rest der Geschichte, die Versteigerung von Poechlarn, der Konkurs der Gesellschaft, hat dann viel spaeter statt gefunden.

 

Die Aktionaere sind aber von der Arbeiterkammer vertreten?

Nur knapp 500 von fast 3.000 Aktionaeren. Aber nachdem die AK viel Radau gemacht hat, erweckt sie den Eindruck dass sie alle Aktionaere vertritt. Ganz im Gegenteil, viele davon sind entsetzt ueber das Vorgehen dieser Behoerde.

 

Es wird aber auch ein Musterprozess gegen Sie vorbereitet?

Darueber weiss ich noch nichts. Es scheint aber die groesste Beschaeftigung gewisser Kammerfunktionaere zu sein. Vielleicht haben sie nichts anderes zu tun. Besser waere es, sie wuerden eine Entschaedigung an die Aktionaeren fuer den entstandenen Schaden zahlen.

 

Was werden Sie jetzt tun?

Fuer mich aendert sich eigentlich nichts. Ich werde weiter Immobilienprojekte vorantreiben, allerdings nicht unbedingt nur in OEsterreich.

 

Werden Sie OEsterreich verlassen und kann man nicht mehr mit Ihnen fuer die Revitalisierung denkmalgeschuetzte Gebaeude rechnen?

Was heisst verlassen, ich bin ja sowieso staendig unterwegs und sehr viel im Ausland. Aber im Herzen bleibt mir dieses Land mit allen seine Wiederspruechen wichtig und ich habe keinen Grund, ganz OEsterreich fuer die Dummheit einzelner verantwortlich zu machen. Was die Revitalisierung denkmalgeschuetzter Gebaeude betrifft, bleibe ich weiter daran interessiert, allerdings habe ich derzeit zwei groessere Projekte in Frankreich und in Deutschland, die mich voll beschaeftigen.

Ich danke fuer das Gespraech!

 


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