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26.04.2003
ROMEE d´HARAMBURE. Interview D. RSI 26.04.2003.
 

Interview Graf Romée de La Poëze d´Harambure fuer  RSI April 2003. S.Lehman

 

„Nach Ihrem Erfolg gegen die Arbeiterkammer und dem zweifelsfreiem Freispruch scheint es bei Ihnen sehr ruhig geworden zu sein.“

Ich geniesse diese Ruhe und alles, was ich mache, wird nicht gleich laut ausposaunt. Diese sehr dumme Geschichte der Beldomo ist fuer mich endlich vorbei, leider aber nicht fuer viele Aktionaere, die damit – dank uebereifriger Konsumentenschuetzer – alles verloren haben.

 

„Fuer Sie war es ja ein groesserer Verlust.“

Ja selbstverstaendlich auch fuer mich, da ich ja auch Aktionaer der Firma war, und nicht gerade der kleinste!  Diesem Verlust kann man noch die Kosten des Verfahrens und der Rufschaedigung hinzuzaehlen. So gesehen ist der Schaden enorm.  Im Vergleich zur wirtschaftlichen Lage ist es allerdings zum Glueck fuer mich nur ein Randschaden.

 

„Ehemalige Geschaeftspartner anderer Unternehmen behaupten, dass Sie schuld an deren Misere sind.“

Die Schuld auf den anderen zu schieben, ist der einfachste Weg, seine Unschuld zu begruenden. Meine Warnungen an dritte wurden nicht zur Kenntnis genommen, und da ich keine entscheidende Funktion in fremden Unternehmen innehatte, und auch nie ueber den Verlauf der Geschaefte gefragt wurde, trage ich keine Verantwortung. Von allen Partnern, die in dieser Angelegenheit taetig waren, gab es einen einzigen, den ich ganz am Anfang fuer seinen klugen Kopf herangezogen hatte; leider hat er sich als Spieler herausgestellt und seine Unzuverlaessigkeit  war untragbar. Ein anderer kam spaeter hinzu, und war eigentlich die Dummheit in Person. Da er jede Hilfe verweigert hat, war ihm auch nicht mehr zu helfen. Dazu sind noch zwei andere zu erwaehnen. Einer davon war ein unglaublich gescheiter Mann, der aber an einem Autounfall gestorben ist, der andere eine arme verdorbene Seele mit dem Geist eines herzlosen kleinen Betruegers. Ich frage mich immer noch, was ich eigentlich in dieser Umgebung gesucht hatte. Eine Antwort habe ich bis heute noch nicht, aber vielleicht stellt sich mit der Frage die Antwort ein.

 

„Diversen deutschen oder franzoesischen Zeitungen nach sind Sie wieder sehr aktiv. Duerfen wir wissen, wo und auf welchem Gebiet?“

Aktiv in Frankreich und in Deutschland zu sein, ist fuer mich derzeit einfacher als in Österreich. Dazu kommt noch, dass die Immobilien-Renditen in Österreich besonders uninteressant im Vergleich mit denen anderen Laendern sind.

 

„Koennen Sie mit uns ueber Ihre Projekte sprechen?“

Nein, ganz bestimmt nicht. Da lauern schon zu viele Miesmacher.

 

„Schloss Luberegg, das eigentlich Ihr Werk war, wurde soeben verkauft. Ist das fuer Sie nicht schmerzhaft?“

Nein ueberhaupt nicht. Was gekauft wird, kann auch wieder verkauft werden.  Es ist ein sehr schoenes Anwesen, und ich habe mir viel Muehe gegeben, um es zu renovieren und zu revitalisieren. Damit wurde ja etwas Gutes gemacht. Das Haus hat allerdings zwei Hochwasser innerhalb von 8 Jahren erlebt, und somit habe ich volles Verstaendnis, dass man sich davon trennt.

  

„Ein gutes Geschaeft war es aber nicht.“

Ja, das kann man wohl sagen.  Hier ist eindeutig eine Fehleinschaetzung meinerseits zu tragen gekommen, aber auch viele unvorsehbare Ereignisse wie das Hochwasser.

 

„Ist Ihre Trennung auch auf die „Beldomo-Affaere“ zurueck zu fuehren?“

Nein. Die Trennung hat viel fruehere und tiefere Wurzeln. In der Zeit der Beldomo-Affaere war ich de facto schon getrennt.

 

„Ihre ex-Frau traegt wieder ihren eigenen Namen und scheint sehr aktiv zu sein.“

Der Begriff „ex-Frau“ ist ein kleinbuergerlicher Begriff, den es bei mir nicht gibt. Sie ist und bleibt die Mutter meiner Kinder und ist in dieser hochrangigen Rolle zu respektieren. Dass sie Ihren Namen Hohenberg wieder traegt, ist voellig in Ordnung, und stimmt auch mit dem Marketing, das sie fuer Schloss Artstetten und das Museum machen muss. Zusaetzlich ist ja mein Name auf Deutsch fuer nicht Franzoesisch Sprechende unaussprechbar. Sie ist tatsaechlich sehr aktiv und ich freue mich ueber jeden ihrer Erfolge. (Anmerkung der Redaktion: Anita Fuerstin von Hohenberg)

 

„Also kein Streit?“

Es gibt Meinungsunterschiede, die wir nicht zum Streit kommen lassen.

 

„Werden Sie wieder heiraten?“

Nein. Dafuer muesste ich zuerst eine kirchliche Annullierung bekommen, aber da ich meine Ehe, als gueltig im Sinne des Kirchenrechts betrachte, denke ich nicht daran, sie zu beantragen.

 

„Und wie geht’s weiter?“

Das werdet wir sehen....!

 

 


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